FrankfurtRheinMain meets Paris und Sanofi -

Eine Delegation unter Leitung des Frankfurter Oberbürgermeisters Feldmann weilt derzeit in Paris, um auch für den Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain zu werben. Im Rahmen dieser Reise organisierte die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region einen Besuch am Stammsitz der Firma Sanofi und das Event "Frankfurt meets Paris".

Zum ersten Mal überhaupt besuchte ein Frankfurter Stadtoberhaupt den französischen Pharmariesen an seinem Stammsitz in Frankreich. Die Delegation um Oberbürgermeister Feldmann nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort über die Pläne des französischen Gesundheitsunternehmens und die Rolle Frankfurts zu informieren. Das Unternehmen gab vor wenigen Tagen bekannt, dass es den Aufbau eines großen führenden europäischen Unternehmens zur Produktion und Vermarktung von aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (API) für die pharmazeutische Industrie plant. Das Projekt sieht ein eigenständiges Unternehmen vor, das die Kommerzialisierungs- und Entwicklungs-Aktivitäten der Sanofi API-Einheit mit sechs seiner API-Produktionsstandorte kombinieren würde: Brindisi (Italien), Frankfurt Chemistry (Deutschland), Haverhill (UK), St Aubin les Elbeuf (Frankreich), Újpest (Ungarn) und Vertolaye (Frankreich). Das neue Unternehmen wäre einer der weltweit zweitgrößten API-Hersteller in der Industrie mit einem geschätzten Umsatz von 1 Mrd. Euro im Jahr 2022. Das Unternehmen würde 3.100 Mitarbeiter umfassen und seinen Firmensitz in Frankreich haben.

Bei dem Gespräch mit dem Gesundheitsunternehmen Sanofi in Paris ging es vor allem um den Standort Frankfurt im Industriepark Höchst. Philippe Luscan, Konzernvorstand und Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Landesgesellschaft, sagte, dass Frankfurt der wichtigste Standort der Firma außerhalb Frankreichs sei: „Wir stehen zu Frankfurt.“ Oberbürgermeister Feldmann sicherte dem Unternehmen seine Unterstützung zu und warb für die guten Bedingungen in Höchst: „Sanofi ist für unsere Stadt einer der entscheidenden Partner für die chemische Industrie.“

Am Abend fand die ebenfalls von der FRM GmbH organisierte Veranstaltung „Frankfurt meets Paris“ statt. Die Delegation aus FrankfurtRheinMain nutzte die Gelegenheit, vor französischen Firmen in Paris für den Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain zu werben. Das Grußwort sprach der deutsche Botschafter in Paris, Dr. Nikolaus Meyer-Landrut. Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt eröffnete die Veranstaltung und Jean-Marc De Royere, Senior Vice President und Mitglied des Executive Committee der Firma Air Liquide, sprach über die enge Bindung seines Unternehmens an FrankfurtRheinMain.

Oberbürgermeister Peter Feldmann, zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der FRM GmbH, hob in seiner Eröffnung die Internationalität der Region hervor: „Frankfurt ist die internationalste Stadt in Deutschland. Mehr als 30 internationale Schulen in der gesamten Region garantieren Mitarbeitern von internationalen Firmen, dass die Ausbildung ihrer Kinder in einem internationalen Umfeld stattfinden kann. Deutschland und vor allem die Region FrankfurtRheinMain sind ein spannender Markt für französische Unternehmen. Von Frankfurt aus gibt im Schnitt täglich mehr als 20 Zugverbindungen nach Paris, die kürzeste Fahrzeit beträgt 3:40 Stunden. Das macht FrankfurtRheinMain zum idealen Ausgangspunkt für wirtschaftliche Aktivitäten französischer Unternehmen in Deutschland und Osteuropa.“

Bereits seit vielen Jahren pflegen sowohl die Region FrankfurtRheinMain als auch die Stadt Frankfurt hervorragende und gewachsene Beziehungen zu Frankreich und französischen Unternehmen. Es gibt zahlreiche Städtepartnerschaften in der Region, Frankfurt und Lyon sind seit 1960 verschwistert, das Land Hessen unterhält seit 1995 eine Regionalpartnerschaft zur französischen Region Nouvel-Aquitaine.“

Französische Unternehmen in FrankfurtRheinMain

In FrankfurtRheinMain sind mehr als 500 französische Unternehmen zu Hause, darunter Schwergewichte wie Air Liquide, Sanofi, Danone Waters Deutschland GmbH, BNP Paribas, Savencia Fromage & Dairy Deutschland GmbH (ehemals Bongrain Deutschland GmbH), Bolloré und Michelin. Die Zahl der französischen Unternehmen in der Region stieg von 554 (2018) auf gut 600 Unternehmen (2019) an.

„Im vergangenen Jahr fand zum ersten Mal eine deutsch-französische Netzwerkveranstaltung in FrankfurtRheinMain statt. Nun findet eine ähnliche Veranstaltung zu ersten Mal in Paris statt. Daher freut es mich außerordentlich, dass wir Jean-Marc De Royere, Senior Vice President von Air Liquide gewinnen konnten, über die enge Verbindung seines Unternehmens mit FrankfurtRheinMain zu sprechen. Air Liquide ist insofern wirklich etwas Besonderes, da das französische Unternehmen Frankfurt sowohl als Managementbasis sowie als technologische Drehscheibe nutzt.“, so Eric Menges, Geschäftsführer der FRM GmbH.

Heute leben und arbeiten allein in Frankfurt am Main rund 4.500 Franzosen, 500 davon haben die doppelte Staatsbürgerschaft. In der gesamten Region FrankfurtRheinMain sind es etwa 16.500 Franzosen. Sie sind in zahlreichen Vereinen, Clubs und Verbänden organisiert und ein aktiver Teil der internationalen Region. Auch als Reiseziel ist FrankfurtRheinMain bei Franzosen sehr beliebt. Jedes Jahr besuchen allein rund 60.000 Touristen aus dem Nachbarland die Mainmetropole.

Die FRM GmbH konnte zu „Frankfurt meets Paris“ in der Residenz des deutschen Botschafters rund 80 hochrangige Gäste begrüßen, darunter Vertreter von namhaften Firmen wir Sanofi, Bolloré, Merck, Segula Technologies, Crédit Agricole, BNP Paribas sowie die Geschäftsführung der französischen Tochtergesellschaft der Messe Frankfurt.

Eric Menges zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Wir haben hier einen starken Eindruck als idealer Standort für französische Unternehmen in Deutschland und innerhalb der Europäischen Union hinterlassen.“