Die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region (FRM GmbH) ist derzeit als Teil einer Delegation der Stadt Frankfurt in Japan. Im Rahmen der Reise unter Leitung des Frankfurter Oberbürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzender der FRM GmbH Mike Josef organisierte die FRM GmbH die Businessveranstaltung „Frankfurt meets Tokio“. Ziel war es, das Netzwerk der Region Frankfurt RheinMain in Japan auszubauen, japanische Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Frankfurt RheinMain zu begeistern und bestehende Kontakte zu japanischen Wirtschaftsvertretern zu vertiefen.
Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main und Aufsichtsratsvorsitzender der FRM GmbH: „Frankfurt und Tokio verbindet viel. Beide Metropolen sind die unangefochtenen Finanzzentren ihrer Länder und zeichnen sich durch eine hohe Innovationskraft aus. Zahlreiche japanische Banken, Technologiekonzerne und Unternehmen haben ihre Europazentrale schon in der Metropolregion Frankfurt RheinMain. Umgekehrt sind wichtige Unternehmen aus unserer Region in Tokio. Diese Verbindung eröffnet große Chancen für Unternehmen, Start-ups und Institutionen in beiden Ländern. In Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz und Robotik gibt es vielfältige Anknüpfungspunkte für wirtschaftliche Kooperationen. Dass heute schon mehr als 350 japanische Unternehmen in der Region Frankfurt RheinMain ansässig sind und unsere Region mit rund 5.500 Japanerinnen und Japanern die zweitgrößte japanische Community Deutschlands beheimatet, unterstreicht die besondere Bedeutung dieser Partnerschaft. Wir möchten diesen Austausch weiter vertiefen und Impulse für Innovation, Investitionen und wirtschaftliches Wachstum setzen.“
Japan und Frankfurt RheinMain: It´s a match
Die engen Beziehungen zwischen Japan und Frankfurt RheinMain basieren auf einer langen Wirtschafts- und Industriegeschichte. Sowohl Japan als auch die Region Frankfurt RheinMain haben eine hohe Innovationskraft und sind eng in die globalen Wertschöpfungs- und Lieferketten eingebunden. Japanische Banken, Finanzdienstleister, Handelsunternehmen sowie Forschungs- & Entwicklungszentren führender japanischer Firmen nutzen die zentrale Lage der Metropolregion Frankfurt RheinMain, die internationale Verkehrsanbindung und die hohe Konzentration von Fachkräften und Dienstleistungen für ihre Deutschland- und Europaaktivitäten.
Künstliche Intelligenz und Robotik verändern weltweit die Industrie. Japan gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Innovationsstandorten in diesen Technologiefeldern und Frankfurt RheinMain entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen europäischen Hub für technologiegetriebene Unternehmen. Das bietet die perfekte Basis für weitere Partnerschaften und Innovationen.
Diese Verbindungen möchte die FRM GmbH weiter ausbauen und organisierte daher am 8. September die Businessveranstaltung „From Frankfurt RheinMain, the Center of Industrial AI x Robotics: Unlocking New Opportunities in Europe and Germany“. Das Seminar mit richtete sich an japanische Unternehmen und Start-ups aus dem Bereich Robotik, die einen Markteintritt in Deutschland planen oder Geschäftspartnerschaften in Europa aufbauen möchten. Etwa 50 Teilnehmer bekamen Unterstützungsangebote sowie Informationen zu den Chancen und Herausforderungen des deutschen Marktes.
Die Vorträge drehten sich um die Chancen von Künstlicher Intelligenz und Robotik für Industrie und Wirtschaft. Impulse lieferten Prof. Dr. Debora Clever, Professorin für Robotiksysteme an der Technischen Universität Darmstadt und Expertin für intelligente Robotik und KI, sowie Fumio Ando, Senior Executive Vice President der Yaskawa Europe GmbH. Beide verdeutlichten das Potenzial der deutsch-japanischen Zusammenarbeit in Zukunftsfeldern wie Industrial AI und Robotik. Gleichzeitig wurde die Bedeutung der Region Frankfurt RheinMain als führender Innovationsstandort und europäische Drehscheibe für japanische Unternehmen hervorgehoben.
Die Veranstaltung wurde von der FRM GmbH in Kooperation mit der Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC) ausgerichtet und von der Deutschen Botschaft in Tokio sowie der Japan External Trade Organization (JETRO) unterstützt. Die SMBC zählt zu den führenden internationalen Banken Japans und hat ihre europäische Zentrale in Frankfurt. Damit unterstreicht das Finanzinstitut die strategische Bedeutung des Standorts für ihre geschäftlichen Aktivitäten in Europa.
„Vor dem Hintergrund technologischer Transformationen, wachsender Investitionen in Zukunftsbranchen und einer stärkeren internationalen Ausrichtung japanischer Unternehmen gewinnt der persönliche Austausch zunehmend an Bedeutung. Besonders in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, GreenTech, Life Sciences und Mobilität bieten sich vielfältige Chancen für Projekte und Investitionen. Wir sind bereits seit vielen Jahren mit einem Büro in Tokio vertreten. Das ermöglicht es uns, frühzeitig und direkt mit Unternehmen in Kontakt zu treten, die sich für Frankfurt RheinMain interessieren, und sie bereits zu Beginn eines möglichen Ansiedlungsprozesses umfassend zu beraten und zu begleiten. Kommen die Unternehmensvertreter anschließend nach Frankfurt, werden sie nahtlos von unserem Team vor Ort weiter betreut. Die Gespräche in Japan haben deutlich gemacht: Trotz komplexer Rahmenbedingungen und einem herausfordernden globalen Umfeld genießt Deutschland in Japan ein hohes Ansehen. Wir werden als verlässlicher, offener und zukunftsorientierter Partner wahrgenommen und Frankfurt RheinMain steht dabei für Stabilität, Zuverlässigkeit und Qualitätsbewusstsein – Werte, die in Japan sehr geschätzt werden“, so Eric Menges, Geschäftsführer der FRM GmbH.
Allein in diesem Jahr haben sich bereits drei japanische Unternehmen mit Unterstützung der FRM GmbH in Frankfurt RheinMain angesiedelt. Die Sumitomo Mitsui DS Asset Management (SMD-AM), eine der führenden japanischen Vermögensverwaltungsgesellschaften, eröffnete Anfang des Jahres ihre europäisch Zentrale in Frankfurt. KEIWA Incorporated, ein Hersteller von Display- und Funktionsfolien, hat nun auch eine Niederlassung in Eschborn, die laut Unternehmensangaben Basis für das mobilitätsbezogene Geschäft in Europa dient, welches im aktuellen mittelfristigen Managementplan von KEIWA als wesentlicher Wachstumsbereich definiert ist. Die Full-Service-Agentur für Marketing und Kommunikation Hakuhodo Products kümmert sich jetzt auch von Frankfurt aus um ihre Kunden aus dem Automobilbereich.
