Grundlagen des Steuerrechts für Unternehmen

Deutschland hat ein vielschichtiges Steuersystem, das die Steuer- und Abgabenlast für Unternehmen verlässlich regelt und sich durch eine hohe Rechtssicherheit auszeichnet. Die steuerliche Gesamtbelastung liegt in Deutschland mit durchschnittlich 29,8 Prozent unter der von Frankreich, Spanien, Italien oder dem Vereinigten Königreich.

Unternehmen werden in Deutschland wie folgt besteuert:

  • Körperschaften (AG oder GmbH) unterliegen einer Körperschaftsteuer von aktuell 15 Prozent. Mögliche Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter sind in Höhe von 60 Prozent steuerpflichtig und unterliegen einer Abgeltungsteuer (Einkommensteuer) in Höhe von 25 Prozent. Damit fallen bei einer Ausschüttung nochmals 15 Prozent an Steuer an.
  • Personengesellschaften (GbR, oHG oder KG) sind nicht körperschaftsteuerpflichtig. Die Gewinnanteile der Gesellschaft werden den einzelnen Gesellschaftern zugerechnet und sind bei diesen mit dem jeweiligen persönlichen progressiven Steuersatz einkommensteuerpflichtig.
  • Körperschaften und Personengesellschaften zahlen außerdem eine Gewerbesteuer. Dabei handelt es sich um eine kommunale Steuer, bei der die Steuersätze von der Gemeinde am jeweiligen Standort des Unternehmens individuell festgelegt werden.

Das Sozialversicherungssystem in Deutschland wird durch ein Umlageverfahren finanziert. Die Beiträge leisten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Dabei legt die Selbstverwaltung (für Unfallversicherung) beziehungsweise der Gesetzgeber (für Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung) die Beitragssätze gesetzlich fest. Für alle Arbeitnehmer besteht Sozialversicherungspflicht. Die Beiträge zur Sozialversicherung werden durch Sozialversicherungsträger direkt eingezogen.